Generation 2018: Reflecting Reality – Der Realität den Spiegel vorhalten

Generation 2018: Der Realität den Spiegel vorhalten

Ausgewählt aus weit über 2.000 Einreichungen, sind in diesem Jahr insgesamt 65 Lang- und Kurzfilme aus 39 Produktions- und Koproduktionsländern in die Wettbewerbe Generation Kplus und Generation 14plus eingeladen. Ganz auf der Höhe ihrer Zeit bilden die Beiträge aktuelle politisch-gesellschaftliche sowie filmkünstlerische Entwicklungen ab und halten in ihrer inhaltlichen wie formalen Diversität einer komplexen, oft widersprüchlichen Welt schonungslos, doch stets interpretationsoffen den Spiegel vor. Im Spannungsfeld zwischen Realität und Imagination zeigen die Filmemacher*innen alternative Möglichkeiten auf und formulieren zugleich die Sehnsucht einer jungen Generation nach Verbindlichkeit neu.

„Jeder einzelne Beitrag ist eine Einladung an das Publikum, sich dem Leben aus einer jugendlichen Perspektive zu nähern. Es sind Filme mit, nicht über junge Menschen. Beeindruckend ist dabei nicht nur der große Respekt, mit dem die Filmemacher*innen ihre Protagonist*innen porträtieren, sondern auch die Unmittelbarkeit und Intimität, mit der sie sich ihren ganz eigenen Weltansichten nähern“, kommentiert Sektionsleiterin Maryanne Redpath das diesjährige Programm.

Kurzfilme bei Generation

 

2018 präsentieren die Generation-Kurzfilmwettbewerbe Produktionen aus insgesamt 25 Ländern. In den drei Kplus-Kurzfilmprogrammen sowie den zwei 14plus-Programmen geht es um kleine und große Menschen und andere Lebewesen, um Liebe und das Verlangen nach Geborgenheit und um die ganz normalen Tragödien des täglichen Lebens. Außerdem werden die überwältigenden Möglichkeiten und unheimlichen Abgründe der digitalen Welt in den Blick genommen.

Eröffnungsfilme

 

In Anwesenheit von Regisseur Hans Weingartner (unter anderem Das weiße Rauschen und Die fetten Jahre sind vorbei) und seines Casts eröffnet das Roadmovie 303 den Wettbewerb von Generation 14plus im Haus der Kulturen der Welt. Eine Abenteuereise ganz anderer Art erzählt der Eröffnungsfilm für Generation Kplus, die rasante dänische Animation Den utrolige historie om den kæmpestore pære (The Incredible Story of the Giant Pear) von Philip Einstein Lipski, Amalie Næsby Fick und Jørgen Lerdam.

Ergänzend zu den bereits gemeldeten Filmen sind folgende Produktionen eingeladen:

 

 

Generation 14plus

Adam

Deutschland / Island / USA

von Maria Solrun

Weltpremiere

Nach ihrem Debütfilm Jargo (Generation 14plus 2004) zeigt die isländische Regisseurin Maria Solrun zum zweiten Mal einen Langfilm bei Generation. Der gehörlose Adam und seine Mutter, die Technomusikerin ist, haben eigentlich schon immer in getrennten Welten gelebt. Und doch sind sie symbiotisch verbunden, ihre Musik geht ihm direkt durch den Körper. Als bei ihr eine irreversible Hirnschädigung durch Alkohol diagnostiziert wird, ist Adam plötzlich auf sich allein gestellt. Dem sehnlichen Todeswunsch seiner Mutter begegnet Adam auf eine ganz eigene, lakonische Art und Solrun gibt ihm seine Stimme und viel Raum sich zu entfalten.

 

Dressage

Iran

von Pooya Badkoobeh

Weltpremiere

Mehr aus Langeweile denn aus Habgier rauben Golsa und ihre Freund*innen einen Kiosk aus. Doch beim Auszählen der Beute stellen sie erschrocken fest, dass sie die Aufzeichnung der Überwachungskamera vergessen haben. Jemand muss an den Tatort zurückkehren und den Film holen. Die Wahl fällt auf Golsa, die den Auftrag mutig ausführt. Durch das Verhalten ihrer Freund*innen zum Nachdenken gebracht, versteckt sie die Festplatte an einem geheimen Ort. Doch ihre Kompliz*innen und deren Familien aus der iranischen Oberschicht setzen Golsa aus Angst um ihr gesellschaftliches Ansehen zunehmend unter Druck. Radikal inszeniert Pooya Badkoobeh eine subtile Geschichte über Kontrolle, Erpressung und die Macht des Geldes, die den Verwerfungen in der iranischen Gesellschaft kompromisslos den Spiegel vorhält.

 

Fortuna

Schweiz / Belgien

von Germinal Roaux

Weltpremiere

Mitten im vom Schnee bedeckten Bergmassiv des Schweizer Simplonpasses faltet die 14-jährige Fortuna die Hände zum Gebet. Ihre Eltern hat sie seit der traumatischen Überquerung des Mittelmeeres nicht mehr gesehen. Wie viele andere Geflüchtete ist auch das Mädchen aus der Grenzregion zwischen Äthiopien und Eritrea in einem Bergkloster des Augustinerordens untergekommen. Das zerreißende Gefühl der Einsamkeit und die Sehnsucht nach Liebe wiegt Fortuna mit einem Geheimnis auf, von dem sie nicht einmal dem Vorsteher der Ordensbrüder – einfühlsam verkörpert von Bruno Ganz – erzählen kann. In ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern lotet Regisseur Germinal Roaux die Grenzen der Nächstenliebe aus.

Hendi& Hormoz

Iran / Tschechische Republik

von Abbas Amini

Weltpremiere

Nach Valderama (Generation 2016) ist der iranische Regisseur Abbas Amini mit seinem zweiten Langfilm bei Generation 14plus zu Gast. Hendi & Hormoz spielt auf der iranischen Insel Hormus im Persischen Golf, deren hämatithaltige Erde die Wellen blutrot färbt. Mit dem Versprechen, auf dem Tagebau anheuern zu dürfen, wird der 16-jährige Hormoz mit der drei Jahre jüngeren Hendi vermählt. Doch der auf mitreißende Weise von Hamed Alipour (Valderama) verkörperte junge Mann stößt auf verschlossene Türen. Als Hendi unerwartet schwanger wird, sieht sich Hormoz gezwungen, einen unheilvollen Pakt mit einem Schmuggler einzugehen. In farbenprächtigen Bildern schildert Amini den Existenzkampf zweier junger Menschen, die ihre Unbekümmertheit viel zu früh hinter sich lassen müssen.

High Fantasy

Südafrika

von Jenna Bass

Europäische Premiere

Nach The Tunnel (Berlinale Shorts 2010) ist die 1986 in London geborene Berlinale Talents-Alumna Jenna Bass 2018 im Wettbewerb 14plus von Generation vertreten. Gefilmt ausschließlich mit den Smartphones der vier Protagonist*innen in den Weiten der südafrikanischen Steppe, lässt Bass‘ zweiter Langfilm High Fantasy eine oft gehegte Vorstellung Wirklichkeit werden: im Körper eines anderen Menschen zu stecken. Als Lexi und ihren Freund*innen während eines Camping-Trips genau das widerfährt, entwickelt sich eine spannungsgeladene Dynamik zwischen den drei Frauen und Thami, dem einzigen Mann, aber auch zwischen der weißen Lexi und der schwarzen Xoli. Ein ebenso kluger wie bissiger Versuch über die unerbittliche Politik der Körper, der auch Jahrzehnte nach dem vermeintlichen Ende der Apartheid noch hochaktuell ist.

Kissing Candice

Irland / Großbritannien

von Aoife McArdle

Europäische Premiere

Die 17-jährige Candice hat eine lebhafte Phantasie. In den grell-drastischen Erfahrungswelten ihrer epileptischen Anfälle erscheint ihr ein junger Mann, in den sie sich verliebt und der ihr kurze Zeit später auch im echten Leben begegnet. Das ist nicht die einzige Aufregung in dem irischen Ort, in dem Ponys für die Jugendlichen genauso Statussymbole darstellen wie Autos. Ein Junge ist verschwunden und eine gewaltbereite Jungenclique schüchtert die Bewohner*innen ein. Candices Vater, ein Polizist, der sich nach den „good old days“ der „Troubles“ sehnt, ist mit dem Fall betraut. Vor der rauen Kulisse eines irischen Küstenorts inszeniert Regisseurin Aoife McArdle in ihrem Debütfilm ein hochästhetisches Chaos. Dass sie in der Vergangenheit hauptsächlich Musikvideos gedreht hat, ist dabei stets präsent.

Retablo

Peru / Deutschland / Norwegen

von Álvaro Delgado-Aparicio L.

Europäische Premiere

Der 14-jährige Segundo lebt mit den Eltern in einem Dorf hoch oben in den Bergen Perus. Sein Vater Noé ist ein angesehener Künstler und Segundos Vorbild. Er fertigt Altarretabel, kunstvoll verzierte Schreine für Kirchen- und Hausaltäre, und führt seinen Sohn in dieses Handwerk ein. Doch ihr enges Verhältnis hat Risse bekommen, denn Noé hütet ein dunkles Geheimnis. Schonungslos und in gesättigten Farben schaut der Film hinter die Fassade einer intakt wirkenden Dorfgemeinschaft, in der patriarchale Regeln und homophobe Ansichten mit unerbittlicher Gewalt durchgesetzt werden. Er entwirft das bildgewaltige Panorama einer Welt, in der ein junger Künstler seinen Platz sucht.

What Walaa Wants

Kanada / Dänemark

von Christy Garland

Weltpremiere

Das palästinensische Mädchen Walaa, deren Mutter als vermeintliche Attentäterin acht Jahre in einem israelischen Gefängnis verbracht hat, interessiert sich wenig für die Schule. Lieber möchte sie schnellstmöglich der Palästinensischen Autonomiebehörde beitreten, einer quasi-staatlichen Einrichtung, welche die palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland und Gaza verwaltet. Wenn da nur nicht ihre Skepsis gegenüber jeglichen Autoritäten wäre. Über fünf Jahre hinweg, von ihrem 15. bis zu ihrem 20. Lebensjahr, begleitet Christy Garlands Dokumentarfilm die aufmüpfige Walaa. Stets auf Augenhöhe mit ihrer jungen Protagonistin zeichnet Garland ein intimes Portrait des rebellischen Mädchens, das teils unkontrolliert, aber hartnäckig für seinen Traum kämpft.

Bereits in der letzten Pressemitteilung (19.12.17) gemeldet:

303, Deutschland, Hans Weingartner — WP

Cobain, Niederlande / Belgien / Deutschland, Nanouk Leopold — WP

Danmark (Denmark), Dänemark, Kaspar Rune Larsen — IP

Güvercin (The Pigeon), Türkei, Banu Sıvacı — WP

Les faux tatouages (Fake Tattoos), Kanada, Pascal Plante EP

Para Aduma (Red Cow), Israel, Tsivia Barkai Jacov ­— WP

Unicórnio (Unicorn), Brasilien, Eduardo Nunes — IP

Virus Tropical, Kolumbien, Santiago Caicedo — EP

 

 

Kurzfilme Generation 14plus

 

Fry-Up, Großbritannien, Charlotte Regan — EP

Follower, Deutschland, Jonathan B. Behr — WP

Je fais où tu me dis (Dressed for Pleasure), Schweiz, Marie de Maricourt — IP

Juck, Schweden, Olivia Kastebring, Julia Gumpert, Ulrika Bandeira — IP

Kiem Holijanda, Niederlande, Sarah Veltmeyer — IP

Na zdrowie! (Bless You!), Polen, Paulina Ziólkowska — WP

Neputovanja (Untravel), Serbien / Slowakische Republik, Ana Nedeljković, Nikola Majdak Jr. — WP

Nuuca, USA / Kanada, Michelle Latimer — EP

Playa (Beach), Mexiko, Francisco Borrajo — EP

Pop Rox, USA, Nate Trinrud — EP

Premier amour (First Love), Schweiz, Jules Carrin — IP

Sinfonía de un mar triste (Symphony of a Sad Sea), Mexiko, Carlos Morales — EP

Tangles and Knots, Australien, Renée Marie Petropoulos — EP

Three Centimetres, Großbritannien, Lara Zeidan — WP

­Vermine (Vermin), Dänemark, Jeremie Becquer — WP

Voltage, Österreich, Samira Ghahremani — IP

 

 

 

Generation Kplus

Blue Wind Blows

Japan

von Tetsuya Tomina

Weltpremiere

In seinem poetischen Langfilmdebüt folgt Regisseur Tetsuya Tomina dem schüchternen Ao, der mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Kii auf der japanischen Insel Sado lebt. Der Vater ist vor kurzem spurlos verschwunden, viel gesprochen wird darüber jedoch nicht. So streunen Ao und Kii über die Insel und machen ihrem Unverständnis im Angesicht der Weiten des Meeres Luft. Schließlich findet Ao in der geheimnisvollen Sayoko eine Vertraute. Es bedarf nicht vieler Worte zwischen den beiden verträumten Kindern; sofort fühlen sie sich einander verbunden. Vor der eindrucksvollen Kulisse eines industriell geprägten Küstendorfes erzählt Tomina, der gleichzeitig das Drehbuch geschrieben hat, eine berührende Geschichte über Hoffnung, Verlust und Abschied.

Ceres

Belgien / Niederlande

von Janet van den Brand

Weltpremiere

In ihrem dokumentarischen Langfilmdebüt folgt die niederländische Regisseurin Janet van den Brand ihren vier jungen Protagonist*innen durch einen landwirtschaftlich geprägten Alltag. Ferkel werden geboren, Kälber, Lämmer und Küken. Es wird gesät, gepflanzt und geerntet. Tiere werden geschlachtet. Die Kamera ist hautnah dabei, genauso wie Koen, Daan, Sven und Jeanine. Von klein auf helfen sie bei der Arbeit, lernen Verantwortung zu tragen und Abschied zu nehmen. Werden sie die Höfe ihrer Eltern einmal übernehmen? In dokumentarischen Bildern zeichnet van den Brand ein realistisches Bild vom Leben und der Arbeit in der Landwirtschaft, ohne falsche Romantik und doch voller Poesie.

Cirkeline, Coco og det vilde næsehorn (Circleen, Coco And the Wild Rhinoceros)

Dänemark

von Jannik Hastrup

Weltpremiere

Seit 1985 ist der dänische Altmeister der Animation, Jannik Hastrup, regelmäßig mit seinen Arbeiten in den Wettbewerben von Generation vertreten. In diesem Jahr stellt er bereits das vierte Leinwandabenteuer der streichholzschachtelgroßen Elfe Cirkeline vor. Wieder geht es auf Reisen, diesmal zusammen mit der Prinzessin Coco und einem launischen Baby-Nashorn. Die beiden wollen zurück in ihre Heimat, nach Afrika. Kurzerhand entscheiden Cirkeline und ihre Mäusefreunde, sie zu begleiten. Episodisch und in lebendig-farbenfrohen Bildern erzählt, zeigt Hastrup in seinem musikalischen Animationsfilm erneut auf, dass Reisen die Augen öffnen kann und nicht immer alles so sein muss, wie es auf den ersten Blick scheint.

Los Bando

Norwegen / Schweden

von Christian Lo

Internationale Premiere

„Los Bando Immortale“ nennt sich die Band der besten Freunde Axel und Grim, die dieses Jahr endlich bei der norwegischen Rock-Championship durchstarten wollen. Mit der neunjährigen Ausreißerin Thilda am Cello und dem minderjährigen Rallyefahrer Martin geht das Quartett auf einen turbulenten Roadtrip in den wilden Norden. Von der Polizei gejagt, von verrückten Verwandten verfolgt und mit bitteren Wahrheiten über das Leben und die Liebe konfrontiert, verfolgen die vier Freunde unbeirrt ihren gemeinsamen Traum. Nach Bestevenner (2010) präsentiert der norwegische Regisseur Christian Lo seinen zweiten Langfilm im Wettbewerb Generation Kplus.

Mochila de plomo (Packing Heavy)

Argentinien

von Darío Mascambroni

Weltpremiere

Viel zu lange hat sich der zwölfjährige Tomás von den Erwachsenen vertrösten lassen, die um ihn herum ein Labyrinth des Schweigens, der Ausflüchte und Widersprüche errichtet haben. Aber heute ist der Tag der Wahrheit: Heute kommt der Mann aus dem Gefängnis, der seinen Vater getötet hat. Und Tomás ist vorbereitet. In seinem Rucksack steckt eine geladene Pistole. Rastlos und fest entschlossen, sich von den Halbwahrheiten der Erwachsenen zu befreien, zieht Tomás durch seinen Heimatort. Nach seinem Debüt Primero enero (Generation Kplus 2017) demonstriert Darío Mascambroni erneut sein Talent für aufmerksam beobachtete Vater-Sohn-Geschichten, die er in atmosphärischen Bildern und mit großer Nähe zu seinen Protagonisten erzählt.

Wang Zha de yuxue (Wangdrak’s Rain Boots)

Volksrepublik China
von Lhapal Gyal
Weltpremiere

Nach starkem Regen übersäen Pfützen und Matsch die Straßen des tibetanischen Bergdorfs. Gut für das Getreide, schlecht für den kleinen Wangdrak, der als einziger Junge im Dorf keine Gummistiefel besitzt. Während sein hart arbeitender Vater andere Sorgen hat, erfüllt Wangdraks Mutter ihm seinen Wunsch. Doch die neuen Schuhe bringen auch neue Probleme mit sich. Es beginnt ein Kampf gegen den blauen Himmel und für den Regen, den er an der Seite seiner treuen Freundin Lhamo ausficht. Eingebettet in die einzigartige tibetanische Berglandschaft zeigt Regisseur Lhapal Gyal in lebendigen Bildern eine von uralten Traditionen geprägte Kultur und schenkt den Träumen des Jungen liebevolle Aufmerksamkeit.

Bereits in der letzten Pressemitteilung (19.12.17) gemeldet:

Allons enfants (Cléo& Paul), Frankreich, Stéphane Demoustier — WP

Den utrolige historie om den kæmpestore pære (The Incredible Story of the Giant Pear), Dänemark, Philip Einstein Lipski, Amalie Næsby Fick, Jørgen Lerdam — IP

Dikkertje Dap (My Giraffe), Niederlande / Belgien / Deutschland, Barbara Bredero — IP

El día que resistía (The Endless Day), Argentinien / Frankreich, Alessia Chiesa — WP

Gordon och Paddy (Gordon and Paddy), Schweden, Linda Hambäck — IP

Les rois mongols (Cross My Heart), Kanada, Luc Picard — EP

Sekala Niskala (The Seen and Unseen), Indonesien / Niederlande / Australien / Katar, Kamila Andini — EP

Supa Modo, Deutschland / Kenia, Likarion WainainaWP

Kurzfilme Generation Kplus

 

A Field Guide to Being a 12-Year-Old Girl, Australien, Tilda Cobham-Hervey — IP

L’après-midi de Clémence (The Afternoon of Clémence), Frankreich, Lénaïg Le Moigne — WP

Vdol´ i poperyok (Between the Lines), Russische Föderation, Maria Koneva — WP

Brottas (Tweener), Schweden, Julia Thelin — IP

Cena d’aragoste (Lobster Dinner), USA / Italien, Gregorio Franchetti — IP

De Natura, Rumänien, Lucile Hadžihalilović — IP

Fisketur (Out Fishing), Schweden, Uzi Geffenblad — IP

Fire in Cardboard City, Neuseeland, Phil Brough — EP

Hvalagapet, Norwegen, Liss-Anett Steinskog — IP

Jaalgedi (A Curious Girl), Nepal, Rajesh Prasad Khatri — EP

Lost & Found, Australien, Bradley Slabe — WP

Neko no Hi (Cat Days), Deutschland, Jon Frickey — WP

Paper Crane, Australien, Takumi Kawakami — WP

Pinguin (Penguin), Deutschland, Julia Ocker — WP

Snijeg za Vodu (Snow for Water), Bosnien und Herzegowina / Großbritannien, Christopher Villiers — IP

Toda mi alegría (All My Joy), Argentinien, Micaela Gonzalo — IP

Tråder (Threads), Norwegen / Kanada, von Torill Kove ­— EP

Trois rêves de ma jeunesse (Three Dreams of My Childhood), Rumänien, Valérie Mréjen, Bertrand Schefer — IP

Yover, Kolumbien, Edison Sánchez — WP

 

 

Presseabteilung

17. Januar 2018

 

Pressekontakt: press@berlinale.de

Auf unserer Website finden Sie hier alle bisherigen Pressemitteilungen: https://www.berlinale.de/de/presse/pressemitteilungen/alle/Alle.html

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English Version:

Generation 2018: Reflecting Reality

 

Selected from considerably more than 2,000 submissions, this year a total of 65 full-length and short films from 39 production and co-production countries have been invited to compete in the Generation Kplus and Generation 14plus competitions. Highly contemporary, the selection reflects on both cinematic developments as well as current socio-political situations. The diversity in content and format relentlessly reflects a complex and frequently inconsistent world while at the same time leaving room for interpretation. In the zone between reality and imagination, the filmmakers open doors for alternative options – not only for the young protagonists – and simultaneously reframe a young generations’ yearning for commitment.

“Every single selection is an invitation to the audience to experience life from the perspective of youth. They are films with young people, as opposed to about them. An impressive characteristic throughout the programme is not only the deep respect with which the filmmakers paint portraits of their protagonists, but also the immediacy and intimacy with which they approach these very individual world views,” says section head Maryanne Redpath about this year’s programme.

Short films in Generation

 

In 2018, the Generation short film competitions present productions from a total of 25 countries. The three Kplus short film programmes and two 14plus programmes focus on big and small people and on other creatures; on love and longing for security, and on the banal tragedies of daily life. In addition, they give an insight in the stunning wealth of possibilities and eerie depths of the digital world.

Opening films

 

The Generation 14plus competition will open at Haus der Kulturen der Welt with the road movie 303, with director Hans Weingartner (White Noise and The Edukators, among others) and cast attending. The Generation Kplus competition will open with an adventurous journey of an altogether different nature: the fast-paced Danish animation Den utrolige historie om den kæmpestore pære (The Incredible Story of the Giant Pear) by Philip Einstein Lipski, Amalie Næsby Fick and Jørgen Lerdam.

In addition to the previously announced films, the following productions have now also been invited:

 

Generation 14plus

Adam

Germany / Iceland / USA

by Maria Solrun

World premiere

After her debut film Jargo (Generation 14plus 2004), Icelandic director Maria Solrun presents a feature film for the second time in Generation. The aurally handicapped young protagonist Adam and his mother, a techno musician, have always lived in different worlds. At the same time, they are symbiotically connected: he feels her music directly with his body. When his mother is diagnosed with irreversible brain damage caused by alcohol, Adam suddenly has to look after himself. He faces his mother’s eager death wish in his very own laconic way, and the director gives him his voice, as well as plenty of space to develop.

 

Dressage

Iran

by Pooya Badkoobeh

World premiere

Motivated primarily by boredom rather than greed, Golsa and her friends rob a corner shop. But while evaluating the booty, they are dismayed to realise that they forgot to take the security camera footage. One of them must return to the crime scene and retrieve it. The vote falls on Golsa, who bravely completes the mission. Her friends’ behaviour makes her think, and she hides the hard drive somewhere secret. But her accomplices and their well-to-do families put more and more pressure on Golsa, worried about their social standing. Director Pooya Badkoobeh radically staged story about control, blackmail and the power of money holds an uncompromising mirror up to Iranian society.

 

Fortuna

Switzerland / Belgium

by Germinal Roaux

World premiere

Amidst the snow-covered mountains of the Swiss Simplon Pass, 14-year-old Fortuna clasps her hands in prayer. She hasn’t seen her parents since their traumatic crossing of the Mediterranean. Like many other refugees, the young girl from the Ethiopia/Eritrea border area has found refuge in an Augustinian monastery. The feelings of loneliness and yearning for love that tear at Fortuna are weighed against a secret that she can’t even tell the head friar – insightfully played by Bruno Ganz. Director Germinal Roaux fathoms the depths of Christian charity in expressive black-and-white imagery.

Hendi& Hormoz

Iran / Czech Republic

by Abbas Amini

World premiere

After Valderama (Generation 2016), Iranian director Abbas Amini presents his second feature film in Generation 14plus. Hendi & Hormoz takes place on Iran’s Hormuz Island in the Persian Gulf, where hematite deposits in the soil turn the ocean waves blood-red. 16-year-old Hormoz is married to Hendi, three years his junior, after he promises that he can work as a miner. But the young man, stirringly played by Hamed Alipour (Valderama), finds closed doors instead of a job. When Hendi becomes pregnant unexpectedly, Hormoz is forced to make an ill-advised pact with a smuggler. Director Amini portrays the existential struggle of two young people who must abandon their carefree youth in a harsh world.

High Fantasy

South Africa

by Jenna Bass

European premiere

After The Tunnel (Berlinale Shorts 2010), Berlinale Talents alumna and London native Jenna Bass now presents a film in Generation 14plus. Filmed by the four protagonists exclusively on smartphones in the wide expanses of the South African veldt, Bass’s second feature film High Fantasy brings a common vision to life: being inside the body of another person. When Lexi and her friends experience exactly that during a camping trip, a suspense-laden dynamic ensues between the three women and Thami, the only man with them, but also between Lexi, who is white and Xoli, who is black. A smart and biting essay on the unrelenting politics of the human body – and still highly relevant even decades after the alleged end of Apartheid.

Kissing Candice

Ireland / United Kingdom

by Aoife McArdle

European premiere

Candice, 17, has a vivid imagination. In the glaring and graphic realms she experiences during her epileptic seizures, a man appears with whom she falls in love. Soon after, she meets him in the real world. But that’s just one bit of trouble in the Irish town where the young people see a pony as a status symbol on par with a car. One boy is missing and a violent clique of youths is terrorising the village inhabitants. Candice’s father, a police officer who longs for the “good old days” of “the Troubles”, is on the case. In her debut film, director Aoife McArdle stages highly aesthetic chaos against the harsh backdrop of a coastal Irish village. The director’s ample experience making music videos is clearly visible throughout.

Retablo

Peru / Germany / Norway

by Álvaro Delgado-Aparicio L.

European premiere

14-year-old Segundo lives with his parents in a village high in the magnificent mountains of Peru. His father Noé is a respected artist and Segundo’s role model. Noé hand-crafts altarpieces, decorated shrines for church and home, and is teaching Segundo the necessary skills to carry on in his footsteps. But cracks have developed in their close relationship because Noé is keeping a dark secret. With brutal honesty and saturated colours, the film peeks behind the facade of a seemingly intact village community where homophobic attidtudes enforced by patriarchal laws are carried out with remorseless violence. It sketches a visually powerful panorama of a world in which a young artist is searching for his niche.

What Walaa Wants

Canada / Denmark

by Christy Garland

World premiere

The Palestinian girl Walaa – whose mother was incarcerated in an Israeli prison for eight years for allegedly aiding an assassination – shows little interest in school. She’d rather join the Palestinian National Authority – the provisional governmental body that governs the Palestinian territories in the West Bank and Gaza – as soon as possible, were it not for her distrust of any kind of authority. Director Christy Garland’s documentary follows the obstreperous young woman over the course of five years, from age 15 to 20. Always maintaining a level playing field with her young protagonist, Christy Garland gives an intimate look at the rebellious girl fighting at times uncontrollably but tenaciously for her dream.

The following films were announced in the previous press release (December 19, 2017):

303, Germany, Hans Weingartner — WP

Cobain, Netherlands / Belgium / Germany, Nanouk Leopold — WP

Danmark (Denmark), Denmark, Kaspar Rune Larsen — IP

Güvercin (The Pigeon), Turkey, Banu Sıvacı — WP

Les faux tatouages (Fake Tattoos), Canada, Pascal Plante EP

Para Aduma (Red Cow), Israel, Tsivia Barkai Jacov — WP

Unicórnio (Unicorn), Brazil, Eduardo Nunes — IP

Virus Tropical, Colombia, Santiago Caicedo — EP

 

Short films in Generation 14plus

 

Fry-Up, United Kingdom, Charlotte Regan — EP

Follower, Germany, Jonathan B. Behr — WP

Je fais où tu me dis (Dressed for Pleasure), Switzerland, Marie de Maricourt — IP

Juck, Sweden, Olivia Kastebring, Julia Gumpert, Ulrika Bandeira — IP

Kiem Holijanda, Netherlands, Sarah Veltmeyer — IP

Na zdrowie! (Bless You!), Poland, Paulina Ziólkowska — WP

Neputovanja (Untravel), Serbia / Slovakian Republic, Ana Nedeljković, Nikola Majdak Jr. — WP

Nuuca, USA / Canada, Michelle Latimer — EP

Playa (Beach), Mexico, Francisco Borrajo — EP

Pop Rox, USA, Nate Trinrud — EP

Premier amour (First Love), Switzerland, Jules Carrin — IP

Sinfonía de un mar triste (Symphony of a Sad Sea), Mexico, Carlos Morales — EP

Tangles and Knots, Australia, Renée Marie Petropoulos — EP

Three Centimetres, United Kingdom, Lara Zeidan — WP

Vermine (Vermin), Denmark, Jeremie Becquer — WP

Voltage, Austria, Samira Ghahremani — IP

 

  

Generation Kplus

Blue Wind Blows

Japan

by Tetsuya Tomina

World premiere

In his poetic full-length film debut, director Tetsuya Tomina follows shy Ao, who lives with his mother and younger sister Kii on the Japanese island of Sado. Their father recently disappeared without a trace, but nobody talks much about that. Ao and Kii wander around the island and vent their incomprehension to the expanses of the sea. Then Ao finds a soulmate in the secretive Sayoko. These two daydreamers need only a few words and feel immediately connected to one another. Against the impressive backdrop of an industrial coastal village, Tomina (who also wrote the screenplay) tells a touching story about hope, loss and letting go.

Ceres

Belgium / Netherlands

by Janet van den Brand

World premiere

In her full-length documentary debut, Dutch director Janet van den Brand accompanies her four young protagonists as they go about their daily agricultural business. Piglets are born, as well as calves, lambs and chicks. Sowing, planting and harvesting. Butchering. No matter what, the camera is close by, along with Koen, Daan, Sven and Jeanine. They help with the farm work from a young age, learning to take responsibility, and to say farewell. Will they run their parents’ farms one day? Using documental imagery, Van den Brand presents a realistic picture of life and work in agriculture – one without idealism, and yet full of poetry.

Cirkeline, Coco og det vilde næsehorn (Circleen, Coco and the Wild Rhinoceros)

Denmark

by Jannik Hastrup

World premiere

The works of Danish director Jannik Hastrup, seasoned master of animation film, have competed in the Generation programmes since 1985. This year he presents the fourth screen adventure of the matchbook-sized elf Cirkeline. Travel is once again on the agenda, this time with Princess Coco and a moody baby rhinoceros, who both want to return to their home in Africa. Cirkeline and her mouse friends spontaneously decide to go along. A musical story told in episodes and lively, colorful images, Hastrup’s film once again illustrates how travel can open our eyes, and that not everything is the way it seems at first glance.

Los Bando

Norway / Sweden

by Christian Lo

International premiere

Best friends Axel and Grim finally want to perform at this year’s Norwegian rock championship with their band, Los Bando Immortale. Nine-year-old runaway and cellist Thilda, and underage rally driver Martin complete the troupe, and the quartet sets off on a turbulent road trip to the wild north. With the police and crazy relatives on their tail, and confronted with harsh truths in life and love, the four friends continue toward their dream, unperturbed. After Bestevenner (2010), Norwegian director Christian Lo presents his second feature film in Generation Kplus.

Mochila de plomo (Packing Heavy)

Argentina

by Darío Mascambroni

World premiere

12-year-old Tomás tolerated it for far too long – being put off by the grownups, who built a labyrinth of silence, excuses and contradictions all around him. But today is the day of truth. Today, the man who killed his father will be released from prison. And Tomás is ready. In his rucksack is a loaded gun. Restless and determined to liberate himself from the half-truths of the adults, Tomás takes a trip through his hometown. Following his debut Primero enero (Generation Kplus 2017), director Darío Mascambroni once again demonstrates his talent for the attentively observed father-son narrative, told in atmospheric images and in close proximity to his protagonists.

Wang Zha de yuxue (Wangdrak’s Rain Boots)

People’s Republic of China
by Lhapal Gyal
World premiere

After heavy rains, puddles and mud cover the streets of the Tibetan mountain village. It’s good for the crops, but bad for young Wangdrak, the only boy in the village without rubber boots. While his father is busy with other worries, Wangdrak’s mother fulfills her son’s wish. But new shoes bring new problems. For Wangdrak, a battle against the blue sky and for the rain begins, fought alongside his loyal friend Lhamo. Nestled in the inimitable mountain landscape, director Lhapal Gyal uses vivid imagery to show us a culture steeped in ancient traditions, paying special attention to the young protagonist’s dreams.

The following films were announced in the previous press release (December 19, 2017):

Allons enfants (Cléo & Paul), France, Stéphane Demoustier — WP

Den utrolige historie om den kæmpestore pære (The Incredible Story of the Giant Pear), Denmark, Philip Einstein Lipski, Amalie Næsby Fick, Jørgen Lerdam — IP

Dikkertje Dap (My Giraffe), Netherlands / Belgium / Germany, Barbara Bredero — IP

El día que resistía (The Endless Day), Argentina / France, by Alessia Chiesa — WP

Gordon och Paddy (Gordon and Paddy), Sweden, Linda Hambäck — IP

Les rois mongols (Cross My Heart), Canada, Luc Picard — EP

Sekala Niskala (The Seen and Unseen), Indonesia / Netherlands / Australia / Qatar, Kamila Andini — EP

Supa Modo, Germany / Kenya, Likarion WainainaWP

Short films in Generation Kplus

 

A Field Guide to Being a 12-Year-Old Girl, Australia, Tilda Cobham-Hervey — IP

L’après-midi de Clémence (The Afternoon of Clémence), France, Lénaïg Le Moigne — WP

Vdol´ i poperyok (Between the Lines), Russian Federation, Maria Koneva — WP

Brottas (Tweener), Sweden, Julia Thelin — IP

Cena d’aragoste (Lobster Dinner), USA / Italy, Gregorio Franchetti — IP

De Natura, Romania, Lucile Hadžihalilović — IP

Fisketur (Out Fishing), Sweden, Uzi Geffenblad — IP

Fire in Cardboard City, New Zealand, Phil Brough — EP

Hvalagapet, Norway, Liss-Anett Steinskog — IP

Jaalgedi (A Curious Girl), Nepal, Rajesh Prasad Khatri — EP

Lost& Found, Australia, Bradley Slabe — WP

Neko no Hi (Cat Days), Germany, Jon Frickey — WP

Paper Crane, Australia, Takumi Kawakami — WP

Pinguin (Penguin), Germany, Julia Ocker — WP

Snijeg za Vodu (Snow for Water), Bosnia and Herzegovina / United Kingdom, Christopher Villiers — IP

Toda mi alegría (All My Joy), Argentina, Micaela Gonzalo — IP

Tråder (Threads), Norway / Canada, Torill Kove — EP

Trois rêves de ma jeunesse (Three Dreams of My Childhood), Romania, Valérie Mréjen, Bertrand Schefer — IP

Yover, Colombia, Edison Sánchez — WP

Press Office
January 17, 2018

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